Für wen das etwas ist:

Jeder, der mit einer Schwierigkeit zu kämpfen hat, die ihn immer wieder heimsucht. Mit der unerschütterlichen Zuverlässigkeit des Kratzers in der guten alten Schellack-Platte, welche immer am gleichen Ort hängen bleibt, geht es über einen bestimmten Punkt nie hinaus. Hängenbleiben, feststecken, nicht mehr weiter kommen. 

  • Das kann sich in ganz unterschiedlichen Ausprägungen zeigen:
  • Schwierige oder fehlende Paarbeziehung
  • Konflikte in der Familienbeziehung
  • psychische oder körperliche Krankheiten
  • immer wiederkehrende Unfälle
  • Gefühlszustände, die sich hartnäckig halten (wie z.B. Schuld, Scham, Trauer, Todessehnsucht, Depressionen, Einsamkeit, etc.)
  • Es zeigen sich immer wiederkehrende Verhaltensweisen, unter denen jemand leidet
  • andere immer wiederkehrende Ereignisse, die uns behindern

Unter solchen Themen zu leiden und sich davon nicht lösen zu können, muss nicht mit mangelnder Disziplin, Willensschwäche, mangelnder Ernsthaftigkeit und dergleichen zu tun haben, wie es einem mitunter von jenen vorgeworfen werden mag, die „alles im Griff haben“. 

Solche Themen haben oft mit etwas zu tun, was man im Systemischen „Verstrickung“ nennt. Bildlich gesehen eine Verbindung, die „bindet“ aber auch einschränkt. Das Fahrrad, der Laternenpfahl und das Umhängeschloss.

In sozialen Systemen, speziell in der Familie, existieren naturgemäss viele solcher Verbindungen. Verbindungen, die auch mit Pflichten, Verantwortlichkeiten, Aufgaben, Erwartungen, Normen und Verbindlichkeiten zu tun haben. Vieles davon ist naturgegeben und kann in einem Rahmen bewältigt werden, der uns genügend Bewegungsfreiheit und Spielraum für die Achtung unserer eigenen Bedürfnisse bietet. Verstrickungen sind allerdings oft auch der Stoff für Tragödien und Komödien. Dann nämlich, wenn man sich für etwas Einspannen lässt, was über die eigene Kompetenz hinausgeht. Und das geschieht sehr oft völlig unbewusst und kann, so mysteriös es klingt, sogar Generationen überspringen. 

Was, wenn sich jemand (unbewusst) dafür verantwortlich fühlt, etwas in Ordnung zu bringen, was vor GenErationen verbrochen wurde? Was, wenn jemand solidarisch glaubt, nicht glücklich sein zu dürfen, weil jemand aus der nahen Verwandtschaft viel zu früh gestorben ist? Das wären dann Verstrickungen, die kurz und bündig gesagt krank machen.

Wie und warum solche Dynamiken existieren lasse ich an dieser Stelle offen. Aber die Erfahrung zeigt, dass es diese komplexen Konstellationen in sozialen Strukturen tatsächlich gibt. Systemische Aufstellung bringen Licht in solche „Strickmuster“ und ermöglichen es daher, unnötige Lasten abzugeben und sich dem eigenen Leben und dem eigenen Weg zuzuwenden. 

Ausführlichere Infos: http://familienstellen-forum.ch/informationen-familienstellen/